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Vier Energieträger für die Freie Waldorfschule Engelberg

„Pädagogik und Landwirtschaft gehen miteinander einher“, berichtet Walter Schmid, Geschäftsführer der Freien Waldorfschule Engelberg. „Dieser Anspruch prägt unser ökologisches Bewusstsein.“ Auch bei der Wärmeversorgung.

Schon von außen unterscheidet sich der organisch entwickelte Bau der Mittelschule von den meisten kastenförmigen und wenig einladend wirkenden Schulkomplexen.

Pressemitteilung vom 23. Juni 2015

Schulgebäude werden mit Pellets geheizt, eine Solaranlage unterstützt die Warmwasserversorgung. Und in den Lehrerwohnungen sorgt man mit Flüssiggas von PROGAS für die nötige Wärme. „Angefangen hat es 1945 mit sieben Schülern in einem Gartenhäuschen“, berichtet Schmid. Der Druck durch Schulnoten sollte der Begeisterung am Lernen weichen. Das Konzept stieß in der Region auf reges Interesse, die Schülerzahl stieg rasant. Also wurde eine angrenzende ehemalige Brauerei in den heutigen „Altschulbereich“ umgebaut. Dort haben unter anderem eine Schmiede, eine Schreinerei und die Mensa ihren Platz gefunden.

In den 1960er Jahren entstand der Mittelteil der Schule, im angrenzenden Steinbruch wurde 1968 ein Wohnhaus für die Lehrerschaft gebaut. „Da dort kein Anschluss an die Erdgasversorgung existiert, entschied sich die Schulleitung für Flüssiggas bei der Wärmeversorgung“, so Walter Schmid. Die Heizungsanlagen der Gebäude mit einer Gesamtfläche von 1.700 Quadratmetern werden über einen 25.000-Liter-Behälter mit Flüssiggas versorgt. „Seit jener Zeit besteht die Partnerschaft zwischen der Freien Waldorfschule und uns“, berichtet PROGAS-Verkaufsleiter Manfred Ebert. Zudem hat das Dortmunder Unternehmen, das zu den führenden Flüssiggasversorgern in Deutschland gehört, einen 2.750-Liter-Behälter, der zwei Mal im Jahr befüllt wird, auf dem Schulgelände installiert. Er ermöglicht den Mitarbeitern in der Mensa das Kochen und Braten mit Flüssiggas. So wird auch bei der Zubereitung der Schülerspeisen der ökologische Grundgedanke gewahrt. „Schließlich verbrennt der Energieträger praktisch ohne Rückstände“, so Manfred Ebert.

Einsatz erneuerbarer Energien
Als weiteren Schritt zur klimafreundlichen Schule wurde im Jahr 2008 die alte Ölheizung in der Mittelschule durch eine moderne Pelletanlage ersetzt. Sie beheizt das Gebäude mit einer Gesamtfläche von 17.000 Quadratmetern. Der Raum, in dem zuvor Öltanks untergebracht waren, dient heute als Pelletlager. „Einen weiteren Tank haben wir aufwendig gereinigt und nutzen ihn als Pufferspeicher“, so Hartmut Nolte, Facility Manager der Waldorfschule. „Heute gibt es nur noch einen 30.000-Liter-Öltank zum Auffangen von Spitzenlasten oder für einen möglichen Ausfall der Pelletheizung.“

Für höchste Effizienz wird der Pufferspeicher nachts aufgeheizt, um längstmögliche Laufzeiten des Pelletkessels zu erzielen. „Im Winter nutzen wir zum Beispiel die Leistung des Kessels und des Pufferspeichers zu 100 Prozent“, so Nolte. „Die  Wärme reicht bis zum Mittag, danach sinkt der Bedarf.“ Zeitschaltprogramme regeln den Betrieb zwischen Schul- und Ferienzeit oder bei Sonderprogrammen während der Ferien. Als Absicherung gibt es in jedem Raum einen „Notfall“-Taster, der dafür sorgt, dass bei kurzfristig einberaumten Veranstaltungen niemand in der Kälte sitzen muss. Als weitere Effizienzmaßnahme sorgen zwei Sonnenkollektoren mit 30 und 20 Quadratmetern Fläche sowie zwei Pufferspeicher dafür, dass für Warmwasser nicht der Pelletkessel angeworfen werden muss.

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Bildnachweis: PROGAS

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