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Verhüllungskünstler Christo verzaubert erneut

Bei der Umsetzung der „Floating Piers“ arbeitete Christo eng mit der Lübecker Firma und PROGAS-Partner „geo – Die Luftwerker“ zusammen.

Pressemitteilung vom 21. Juni 2016

Die blauen und gelben Sonnenschirme in Japan und Kalifornien, der verhüllte Reichstag in Berlin – die Arbeiten des Aktionskünstlers Christo und seiner 2009 gestorbenen Frau Jeanne-Claude haben stets für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. So auch das letzte Projekt, das der gebürtige Bulgare in diesem Frühsommer am Iseosee nordwestlich von Brescia realisiert hat.

Bei der Umsetzung der „Floating Piers“ (Schwebende Landungsbrücken) arbeitete Christo eng mit der Lübecker Firma „geo – Die Luftwerker“ zusammen. Nach seinen Vorgaben wurden 90.000 Quadratmeter leuchtend gelb schimmernder Nylonstoff in die richtige, vom Künstler gewünschte Form gebracht. Sie bedeckten die schaukelnde Promenade, die aus 220.000 schwimmenden Polyäthylen-Elementen besteht. Der so entstandene Steg ermöglichte es den Besuchern, an 16 Tagen im Juni den Uferort Sulzano, die kleine Insel Monte Isola und das benachbarte Mini-Eiland San Paolo zu Fuß zu erreichen.

Die drei Kilometer langen, 16 Meter breiten und 50 Zentimeter hohen Stege, die mit insgesamt 200 Haken verankert waren, reichten bis in die Fußgängerzonen von Sulzano am Festlandufer und Peschiera Maraglio auf Monte Isola hinein. Auch die Bewohner der kleinen Insel, die seit Generationen nur per Fähre oder Boot zum Festland übersetzen konnten, nutzten die Gelegenheit und wandelten über die Wasseroberfläche des oberitalienischen Lago d’Iseo.

Ermöglicht wurde das Projekt durch zentimetergenaue Berechnungen deutscher Ingenieure, die sich lange mit Christos Idee auseinandergesetzt und schließlich in die Realität umgesetzt haben. Der Kontakt zwischen dem „Verpackungskünstler“ und dem Lübecker Unternehmen besteht bereits seit 2012. Damals brachten die Näherinnen für das Projekt „Big Air Package“ im Gasometer Oberhausen in monatelanger Arbeit rund 18.000 Meter Stoff in die erforderte Form. Mit großen Stoffbahnen kennen sich die Norddeutschen bestens aus: Die Lübecker sind auf luftfahrttechnischen Betrieb mit Heißluft-Ballons und -Luftschiffen ausgerichtet und fertigen auf Kundenwunsch luftgefüllte Skulpturen an. Als Anbieter von Ballonfahrten verlassen sich die Luftwerker seit vielen Jahren auf Flüssiggas von PROGAS, einem der bundesweit führenden Versorgungsunternehmen des leistungsstarken und umweltschonenden Energieträgers.

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